Kontext festhalten
Oberfläche, sichtbare Modellbezeichnung, Login-, Memory-, Sprach- und Standortkontext werden vor jedem Run gespeichert.
Methodik v0.2.1 · Korrigendum vor dem ersten Run
Wir veröffentlichen bereits vor dem ersten Run den vollständigen Prompt-Satz und das Laufregister. So kann später niemand Fragen, Oberflächen oder Wiederholungen passend zum gewünschten Ergebnis verschieben.
Studiendesign
Die Prompts nennen keine Testmarken. Sie fragen entlang fünf festgelegter Entscheidungsstufen nach Problemen, Kategorien, Vergleichen, Vertrauen und Shortlists. Dadurch wird gemessen, welche Marken ein System selbst in den Antwortkontext einführt.
Jede der sechs Branchen erhält dieselben 30 Fragefunktionen mit branchenspezifischem Wortlaut. Pro Prompt sind vier Antwortoberflächen und drei Wiederholungen vorgesehen. Das ergibt 6 × 30 × 4 × 3 = 2.160 geplante Antwortbeobachtungen.
Das Verfahren produziert keinen universellen Marktanteil. Es beschreibt Sichtbarkeit in genau diesem deutschen Prompt-Satz, in den dokumentierten Oberflächen und im angegebenen Messfenster.
Messdimensionen
Ein zusammengesetzter Indexwert würde Gewichtungen verstecken. Deshalb werden die Dimensionen zunächst separat veröffentlicht.
| Dimension | Zähler | Nenner | notwendige Grenze |
|---|---|---|---|
| Mention Coverage | gültige Antworten mit Markennennung | alle gültigen und transparent ausgeschlossenen Runs der Branche | eine Nennung ist noch keine Empfehlung |
| Citation Coverage | Antworten mit verlinkter Markendomain | alle gültigen Runs der Branche | Quelle muss den zugeordneten Claim tragen |
| Shortlist Presence | Shortlist-Prompts mit Marke in der Auswahl | gültige Entscheidungs-Prompts | Position und Tonalität separat erfassen |
| Brand Accuracy | manuell als korrekt bewertete Markenaussagen | bewertete Antworten mit Markenclaim | nicht aus Sentiment oder Erwähnung ableiten |
Erhebungsablauf
Oberfläche, sichtbare Modellbezeichnung, Login-, Memory-, Sprach- und Standortkontext werden vor jedem Run gespeichert.
Wortlaut, sichtbare Quellen, Zeitstempel und technische Fehler erhalten eine eindeutige Run-ID.
Marken, Rolle, Citation, Quellendomain und sachliche Richtigkeit werden nach einem festen Codebuch geprüft.
Erst wenn Ledger, Rohbelege und Reviews zusammenpassen, werden Aggregationen und Daten veröffentlicht.
Beobachtungseinheit & Nenner
Die kleinste Beobachtungseinheit ist eine Antwort auf eine festgelegte Kombination aus Branche, Prompt-ID, Oberfläche und Wiederholung. Eine Markennennung innerhalb dieser Antwort zählt zunächst nur als Vorkommen. Mehrere Nennungen derselben Marke in einem Text erhöhen die Mention Coverage nicht mehrfach. Eine sichtbare Verlinkung wird getrennt erfasst, weil eine Erwähnung ohne Quelle etwas anderes aussagt als eine belegte Citation.
Für jede Aggregation werden Zähler und Nenner gemeinsam veröffentlicht. Regulär abgeschlossene Antworten bilden den gültigen Nenner. Technische Fehler, Blockaden, leere Ausgaben oder nicht reproduzierbare Oberflächenzustände erhalten einen Fehlercode und bleiben im Laufregister sichtbar. Sie dürfen nicht nachträglich gelöscht werden, nur weil ihr Ausschluss eine Kennzahl verbessert. Neben der Kennzahl wird deshalb die Zahl geplanter, gültiger, fehlgeschlagener und noch ungeprüfter Runs ausgewiesen.
Wiederholungen werden nicht zu einer vermeintlich sicheren Einzelantwort zusammengezogen. Sie zeigen, wie stabil oder variabel die Beobachtung innerhalb desselben Messfensters ist. Eine Marke, die in einer von drei Wiederholungen erscheint, wird anders dokumentiert als eine Marke, die in allen drei vorkommt. Daraus folgt trotzdem keine Aussage über sämtliche Nutzer, Sessions oder zukünftige Modellversionen.
Wenn ein Run technisch scheitert, wird nicht spontan ein zusätzlicher Versuch an seine Stelle gesetzt. Ein Nachlauf erhält eine eigene Kennzeichnung, einen neuen Zeitstempel und einen begründeten Status. Prompt-Wortlaut, Reihenfolge und Systeme werden während eines Messzyklus nicht angepasst. Notwendige methodische Änderungen führen zu einer neuen Protokollversion, damit alte und neue Erhebung nicht unbemerkt vermischt werden.
Codebuch
Die Kategorien verhindern, dass bloße Präsenz automatisch als Empfehlung oder korrekte Darstellung gilt.
| Feld | Codierregel | häufige Fehlinterpretation |
|---|---|---|
| Markennennung | eindeutig identifizierbarer Marken- oder Unternehmensname im sichtbaren Antworttext | ein Kategoriename oder generischer Begriff wird nicht als Marke gezählt |
| Rolle | Empfehlung, Beispiel, Quelle, Warnung oder bloße Randnennung getrennt erfassen | jede Erwähnung als positive Empfehlung lesen |
| Citation | sichtbarer Link und Ziel-Domain werden der konkreten Antwort zugeordnet | Markennennung ohne Link als Citation ausgeben |
| Shortlist-Position | Position nur bei erkennbar geordneter Auswahl festhalten | Absatzreihenfolge immer als Ranking interpretieren |
| Markenrichtigkeit | prüfbare Claims mit der erreichbaren Markenquelle vergleichen | positive Tonalität mit sachlicher Richtigkeit gleichsetzen |
| Antwortsprache | tatsächlich ausgegebene Hauptsprache dokumentieren | deutschen Prompt automatisch als deutsche Antwort behandeln |
Uneindeutige Fälle werden nicht durch Mehrheitsgefühl aufgelöst. Reviewer markieren den Konflikt, dokumentieren die Passage und lassen ihn vor der Aggregation klären. Stichproben mit zweiter Prüfung sollen zusätzlich zeigen, ob das Codebuch konsistent angewendet wird.
Grenzen der Aussage
Antwortoberflächen verändern sich. Sichtbare Modellnamen, Quellenfunktionen, Personalisierung, Login-Status, Memory, Standort und Rollouts können Resultate beeinflussen. Das Protokoll hält beobachtbare Kontexte fest, kann aber nicht jeden internen Systemzustand kontrollieren. Ergebnisse gelten deshalb für das veröffentlichte Messfenster und die dokumentierte Nutzungssituation.
Die 30 Prompts je Branche bilden fünf Entscheidungsstufen ab, sind aber keine repräsentative Befragung aller deutschen Nutzer. Eine hohe Coverage bedeutet Sichtbarkeit in diesem Set, keinen Marktanteil und keine Umsatzwirkung. Branchen mit unterschiedlichen Informationsgewohnheiten sind nur innerhalb der klar beschriebenen Dimensionen vergleichbar.
Auch Citations benötigen Kontext. Ein Link kann eine Marke stützen, kritisieren oder nur eine Nebeninformation belegen. Deshalb werden Domain, Rolle und zugeordneter Claim gespeichert. Brand Accuracy wird ausschließlich dort bewertet, wo eine überprüfbare Markenaussage vorliegt; fehlende Informationen werden nicht automatisch als falsch codiert.
Der erste Messlauf liefert eine Baseline, noch keinen Trend. Aussagen über Verbesserung oder Verschlechterung benötigen weitere Zyklen mit ausreichend ähnlichem Design. Modell- oder Oberflächenwechsel werden als mögliche Brüche der Zeitreihe dokumentiert. Ein späteres Korrigendum darf Rohantworten nicht rückwirkend umdeuten, sondern ergänzt die veröffentlichte Version nachvollziehbar.
Diese Grenzen reduzieren den Wert der Erhebung nicht. Sie definieren, welche Frage der Datensatz beantworten kann: Welche Marken, Quellen und Darstellungen traten in einem vorab festgelegten deutschen Entscheidungsprompt-Set auf – und wie stabil war diese Beobachtung über Systeme und Wiederholungen?
Publikationsgates
Ein attraktives Ergebnis ist kein Ersatz für einen vollständigen Datensatz.
Alle 2.160 Slots besitzen einen dokumentierten Status. Fehlversuche und Ausschlüsse sind mit Grund sichtbar.
Jede codierte Zeile verweist auf eine archivierte Rohantwort, Oberfläche, Prompt-ID und einen Zeitstempel.
Uneindeutige Marken, Citations, Rollen und Richtigkeitsurteile sind vor der Aggregation geklärt.
Codebuch, Zähler, Nenner, Version, Einschränkungen und maschinenlesbare Daten werden gemeinsam veröffentlicht.
Aktueller Status
Stand 16. Juli 2026
180 Zeilen, eingefroren und als CSV herunterladbar.
2.160 geplante Slots mit stabiler Prompt-, System- und Wiederholungs-ID.
Noch nicht vorhanden. Es gibt keine simulierten Markennennungen oder Citations.
Gesperrt, bis alle Publikationsgates mit echten Daten bestanden sind.
Korrigendum v0.2.1 vor dem ersten Run: Das Ledger enthält nun eigene Felder für Antwortsprache, Shortlist-Positionen und sachliche Markenrichtigkeit. Prompt-Wortlaut, Oberflächen, Wiederholungen und Nenner blieben unverändert.
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